• Livia Rainsberger

KUNDENPROJEKTE IM VERTRIEB BESSER UND SCHNELLER MIT TECHNOLOGIE UMSETZEN

TECHNOLOGIE IM VERTRIEBSPROZESS SERIES IV: UMSETZUNGSPHASE



Während früher der Vertrieb in der Umsetzungsphase nicht direkt involviert war, ändert sich das zunehmend. Insbesondere im B2B Bereich werden B2B-Lösungen gemeinsam mit Kunden entwickelt. Der Differenzierungs- und Innovationsdruck in der modernen Geschäftswelt führt dazu, dass Kunden individuelle und maßgeschneiderte Lösungen benötigen, um sich in ihren Märkten differenzieren zu können. Folglich entsteht ein starker Trend in Richtung Co-Entwicklung von Lösungen zwischen Anbieter und Kunden und die Umsetzungsphase wird zunehmend zum festen Bestandteil des Vertriebsprozesses.


Das bedeutet, dass der Vertrieb in den Entwicklungs- und Umsetzungsprozess von Kundenlösungen aktiv involviert wird.

Die technologischen Möglichkeiten werden je nach Industrie-Besonderheiten variieren, je nachdem, ob Prototypen hergestellt werden und wie die Entwicklungsprozesse gestaltet sind.



Virtual Reality versetzt Ihre Kunden in die Zukunft, indem sie es ihnen ermöglicht, die zukünftige Lösung, ihre Umgebung und die Produkte wortwörtlich zu erleben. Dazu wird die VR-Brille benötigt, womit ein Erlebnis auf mehreren Ebenen der Sinneswahrnehmung geschaffen wird. Diese Technologie kann im Prozess der Umsetzung von hochkomplexen Lösungen sehr nützlich sein, denn sie macht Komplexität sichtbar und versetzt Kunden in die Lage, selbst sehr große Anlagen und Maschinen in Lebensgröße zu begehen, und zwar vor Ort und ohne dass viel Platz benötigt wird. Dadurch wird nicht nur die Qualität in der Projektentwicklung erhöht, sondern der gesamte Umsetzungsprozess stark verkürzt.


Im Gegensatz zu VR benötigt die Augmented Reality Technologie keine Brille. Sie erweitert die Realität auf immersive Art und Weise und kann ebenfalls kreative Design-Prozesse maßgeblich unterstützen. Die maßstabgetreue und detaillierte Darstellung von Lösungen können visualisiert und zudem auch in Echtzeit angepasst werden. Kunden benötigen keine Vorstellungskraft und müssen keine technische Zeichnungen lesen können. Somit ist die schnelle Prüfung von Konstruktionsalternativen möglich und letztendlich auch eine kosten- und ressourceneffiziente Fertigstellung und Abnahme der Lösung.


3D-Visualisierung wird insbesondere im Bereich der Produktentwicklung eingesetzt, denn damit ist eine sehr detaillierte Visualisierung von Prototypen möglich, wodurch Entwicklungsprozesse stark verkürzt werden. Die mühsame Herstellung von Prototypen und das Versenden bzw. der Transport an Kundenstandorte ist hinfällig und es sind Anpassungen und Experimentieren in Echtzeit möglich. Diese Technologie ermöglicht es, Konstruktionsfehler und Unstimmigkeiten in der Lösung frühzeitig zu entdecken und dadurch kostspielige Investitionen zu vermeiden und wertvolle Zeit in Projekten zu sparen.


Auch mit der 3-D Druck und Rapid Prototyping Technologien können Entwicklungsprozesse wesentlich verkürzt werden. Sobald das Design der Lösung mit dem Kunden abgestimmt ist, kann der Kunde das fertige Produkt in der Hand halten. Zudem kann man mit einer Vielfalt an Materialien und Farben experimentieren und die Abhängigkeit von starren Produktionsprozessen reduzieren. Durch die rapide Herstellung von Mustern und vollfunktionsfähigen Prototypen ist das frühzeitige Aufdecken von Anwenderfehler möglich, die sofort und umständlich behoben werden können. Zudem ist die Produktion von kleineren Chargen oder Testprodukten möglich, ohne dabei große Produktionsanlagen umstellen und umbauen zu müssen.


Mit Auto-ID Lösungen werden Daten schnell und effizient erfasst, verarbeitet und übertragen. Mit Hilfe von tragbaren Geräten werden Objekte und Produkte über Barcodes, QR-Codes und RFID-Tags identifiziert. Diese Technologie wird in der Regel in der Produktion, Lagerverwaltung und im Logistikbereich eingesetzt, aber sie bietet auch etliche Vorteile in der Umsetzung von Vertriebsprojekten: Daten für die Konzeption von zukünftigen Lösungen werden automatisch übertragen und verarbeitet.


Im Co-Entwicklungsprojekten ist der Bedarf an Informationsaustausch und Kommunikation deutlich höher, als in normalem Projekten. Hier kommen Cloud Lösungen und Collaboration Plattformen ins Spiel, mit deren Unterstützung die Kunden interaktiv in den Produktentwicklungsprozess eingebunden werden. Sie können leicht Änderungsvorschläge einbringen, Projektschritte abnehmen und die Projektentwicklung live verfolgen. Alle Vorgänge der Kommunikation und des Informationsaustausches werden dadurch vereinfacht und beschleunigt, was auch zu kürzeren Projektzeiten führt und die Qualität der Projektumsetzung erhöht.


Shy Tech stellt die Bedienbarkeit in den Vordergrund und versetzt die Technik in den Hintergrund. Damit wird die Konzeption und Umsetzung von hochtechnologischen Lösungen mit minimalistischem Design möglich. Dabei sind die Bedienfunktionen unsichtbar, worauf auch der Name Shy Tech, wortwörtlich übersetzt „schüchterne Technologie“ zurückzuführen ist. Die Technologie bleibt im Hintergrund und ist für den Nutzer unsichtbar, die Kundenerfahrung wird in den Vordergrund gesetzt, womit die Entwicklung von innovativen Kundenlösungen möglich ist.


Mit der IoT und M2M Technologie können Informationen über den Verbrauch, die Leistung und den Zustand von Produkten gesammelt werden und darüber, wie sie auf die Nutzung reagieren. Diese Daten können folglich für die künftige Produktentwicklung eingesetzt werden, bzw. im Rahmen eines Co-Entwicklungsprojektes wertvolle Informationen liefern.

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